Worum es geht.
Auf dem Grundstück Berliner Allee 173/173a in Weißensee, direkt am Weißen See gegenüber der Buschallee-Kreuzung, wurde vor rund sechs Jahren (Baubeginn ca. 2018/2019 laut ursprünglicher Baugenehmigung von 2016) mit einem Neubau begonnen; nach Fertigstellung des Rohbaus ruht die Baustelle seither. Ein neuer Bauantrag für 19 Wohnungen, eine Gewerbeeinheit und eine Tiefgarage mit 10 Stellplätzen wurde im Dezember 2022 gestellt, wird laut Bezirksamt Pankow (Stand Juli 2024) aber derzeit nicht weiterbearbeitet, da ein zu nah am Gebäude stehender Fahrleitungsmast der Straßenbahn eine neue Abstimmung mit der Planfeststellungsbehörde erfordert; ein Zeithorizont ist nicht absehbar. Der im Erdgeschoss vorgesehene öffentliche Durchgang zum Weißen See bleibt durch einen Bauzaun versperrt, der laut Bezirksverordnetem Henrik Hornecker (SPD) den Gehweg erheblich einengt. Der Fall ist mehrfach durch parlamentarische Anfragen des Berliner Abgeordneten Dennis Buchner (SPD) sowie durch einen unabhängigen Bericht der Berliner Woche dokumentiert.
Was das Bezirksamt tut.
Bezirksamt Pankow (Straßen- und Grünflächenamt) forderte Eigentümerin auf, überzählige graue Bauzaunfelder zurückzugeben; Bauzaun wurde zeitweise zurückversetzt, um den Gehweg wieder nutzbar zu machen. Bezirksverordneter Henrik Hornecker (SPD) regte an, eine Aufhebung der Sondernutzungserlaubnis für den Bauzaun zu prüfen. Der neue Bauantrag (Dez. 2022) wird laut Bezirksamt aktuell nicht weiterbearbeitet, da eine ungeklärte Frage zum Fahrleitungsmast der Straßenbahn eine Abstimmung mit der Planfeststellungsbehörde erfordert. Kein Zweckentfremdungsverfahren oder Treuhänder bekannt.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft