28 Schrott-Immobilien und Geister-Häuser in Berlin, dokumentiert mit Quellen. Jedes einzelne ein Ärgernis für seinen Kiez — Eigentum verpflichtet.
Aber die Wohnungsnot lösen diese Häuser nicht: Dafür fehlt schlicht Neubau. Dieser Tracker zeigt beides — die Fälle und ihre Einordnung.
Dokumentierte Problem-Immobilien
ungelöste Fälle — dazu 7 inzwischen sanierte oder gelöste. Mindestens 1.173 Wohnungen sind in den ungelösten Fällen betroffen.
In welchen Bezirken die dokumentierten Schrott-Immobilien stehen — gezählt werden nur ungelöste Fälle, sortiert nach Anzahl.
Kein vollständiges Lagebild — der Tracker dokumentiert öffentlich belegte Fälle, keine amtliche Statistik.
Alle 35 Objekte — jeder Punkt ein Haus, Klick öffnet die Details.
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Leer seit: seit ca. 2021 (Kauf durch Gamma Invest) zunehmende Verwahrlosung; akute Krise seit Sommer 2025
Leer seit: 1992 bis Abriss Frühjahr 2025 (ca. 33 Jahre Leerstand, inzwischen beendet)
Leer seit: 2017/2020 (spekulativer Leerstand, verschärft ab 2020; Teilbesetzung ab Dezember 2021; Teilräumung Oktober 2025)
Leer seit: 2020 (nach anderen Quellenangaben spätestens 2022), Zustand hält mindestens bis April 2026 an
Leer seit: ca. 1994 (Abzug US-Army) bis mindestens 2020/2021, Abriss ab spätestens Anfang 2024 begonnen
Leer seit: April 2018 (Räumung Mai 2018), Stand Januar 2026 weiterhin leerstehend
Leer seit: April 2018
Leer seit: mindestens seit 2024/2025 dokumentiert ("seit Jahren leer"; Situation laut nd-aktuell bereits "seit mehr als einem Jahr" bekannt, Stand Berichte Januar 2026)
Leer seit: mind. seit ca. 2015 (Geisterhaus-Quartett), Streit um Abriss seit 2018; Abriss/Neubau ab 2024/2025
Leer seit: mindestens seit ca. 2015-2016 (Baugenehmigung 2016 nicht umgesetzt), dokumentierter Leerstand mind. 2018-2020
Leer seit: 2012–ca. 2018/2019 (seither umgebaut und in Betrieb als Nena Apartments)
Leer seit: ca. 2015 (Berichte sprechen 2020/2021 von "seit sechs Jahren", DIE LINKE 2024 von "acht Jahren" seit erster Meldung an das Bezirksamt)
Leer seit: ca. 2019/2020 (Rohbau fertiggestellt, seither Baustopp; dokumentiert seit mindestens 2023)
Leer seit: 2004/2005 (ca. 21 Jahre, Stand 2025/2026)
Leer seit: ca. 2005/2006 (rund 20-21 Jahre Leerstand, Stand 2025/2026)
Leer seit: ca. 2016 (Nr. 35 komplett; Nr. 33 stark ueberbelegt/verwahrlost, Stand Juli 2025 nur noch 2 bewohnte Wohnungen)
Leer seit: ca. 2004-2006 (seit rund 20 Jahren, Stand 2025)
Leer seit: ca. 2005-2006 (rund 20 Jahre Leerstand, Stand 2021/2024 Presseberichte)
Leer seit: ca. 2003 (seit über 20 Jahren, Stand 2023 bestätigt weiterhin leerstehend)
Leer seit: seit ca. 2000/Anfang der 2000er (mind. 20-25 Jahre, Stand 2025)
Leer seit: 1992 bis ca. 2024/2025 (Abriss im Zuge der Baufeldfreimachung für "Lichtenrader Bogen")
Leer seit: mindestens seit ca. 2015/2016 (seit mind. 10 Jahren, Stand Presseerklärung 2025)
Leer seit: seit ca. 2018 (mehr als 5 Jahre leerstehend laut Presseerklärung Nov. 2023); seit 10.12.2023 zusätzlich Brandschaden
Leer seit: seit ca. 2004-2006 (mehr als 20 Jahre, Stand Berichterstattung 2024/2025)
Leer seit: 2018
Leer seit: seit mindestens Ende April 2021 (amtlich als leerstehend erfasst); teilbewohnt seit ca. 2016 nach Brandschaden
Leer seit: seit ca. 2002/2003 (nach Prioritätswechsel bei Botschafterwechsel), massive Verwahrlosung/Bekanntheit als "Lost Place" ab ca. 2010er Jahre, Vollbrand 19. Juni 2023
Leer seit: 2018
Leer seit: Straßensperrung seit Oktober 2017 (Nebengebäude bereits 2004 gesperrt); Abriss durch Ersatzvornahme des Bezirksamts Mitte ab Sommer 2025, laut aktuellsten Berichten (Juni 2026) fast abgeschlossen
Leer seit: mind. seit ca. 2019/2020 als Problemimmobilie bekannt, Missstände laut Mieterverein-Bericht bis Anfang 2025 fortbestehend
Leer seit: Gebäude ungenutzt seit Ende 2021 (zuvor ab 2017 Flüchtlingsunterkunft), zuvor bereits Verwahrlosung seit 2010; Grundstück nach Abriss der Villa (2025) weiterhin unbebaut/brachliegend Stand Juli 2026
Leer seit: 2006 (Betriebsaufgabe), verstärkter Verfall/Verwahrlosung seit Zwangsversteigerung 2013 und Dachstuhlbrand 2020
Leer seit: 1996/1997
Leer seit: 1991
Leer seit: 2008
Jedes Geisterhaus ist ein Ärgernis für seinen Kiez — und ein Fall für konsequentes Verwaltungshandeln. Für die gesamtstädtische Wohnungsknappheit spielt Leerstand aber nur eine kleine Rolle. Die Zahlen, jeweils mit Quelle.
Der Zensus 2022 zählt jede am Stichtag leere Wohnung — auch die zwischen zwei Mietverträgen und die auf der Baustelle. Berlins Quote von 1,97 % liegt sogar unter der Fluktuationsreserve von 2–3 %, die als gesund für einen funktionierenden Markt gilt — und ist einer der niedrigsten Werte bundesweit. Eine niedrige Leerstandsquote ist ein Zeichen von Knappheit, nicht von Spekulation.
Woraus die 40.681 leeren Wohnungen bestehen
unter 3 Monate leer — normale Fluktuation beim Mieterwechsel
3–12 Monate leer — u. a. Sanierung und Verkauf
über 12 Monate leer — bundesweit sind es über 50 %
Nur hinter dem kleinsten Segment können Geisterhäuser stecken — bundesweit entfällt zudem rund ein Viertel des Leerstands auf laufende oder geplante Baumaßnahmen. Marktanalysen beziffern den tatsächlich marktaktiven Leerstand in Berlin auf nur 0,3–1,1 %.
Quellen: Zensus 2022 (Destatis) · BBSR-Fluktuationsreserve · Leerstandsgründe (Zensus) · CBRE/Berlin Hyp · empirica/Tagesspiegel
Selbst wenn morgen jede hier dokumentierte Schrott-Immobilie saniert und der gesamte marktaktive Leerstand vermietet wäre — am Wohnungsmangel würde sich wenig ändern. Die Größenordnungen im Vergleich:
Summe der belegten Wohneinheiten in den ungelösten Fällen dieses Trackers
0,3–1,1 % des Bestands je nach Erhebung (CBRE/Berlin Hyp bzw. empirica)
tatsächlich fertiggestellt 2024: 15.362 — genehmigt 2024 nur 9.772 (Tiefstand seit 2012)
akutes Defizit laut Pestel-Institut bereits heute: ≈ 56.000 Wohnungen
Quellen: Senatsziel 20.000/Jahr · Fertigstellungen 2024 · Baugenehmigungen · IBB / StEP Wohnen 2040 · Pestel-Institut
Summe aller Bezirke mit belastbaren Zahlen — Tendenz seit 2023 stark rückläufig
Baufertigstellungen Berlin 2023
Das Zweckentfremdungsverbot ist ein wichtiges Instrument gegen Missstände im Einzelfall — als Wohnungsbauprogramm taugt es nicht: Sein gesamter Jahresertrag entspricht rund einem Zehntel der Fertigstellungen. Die zuständigen Stellen der Bezirksämter sind zudem chronisch unterbesetzt. Konsequenter Vollzug dort, wo Häuser verfallen — aber ohne die Illusion, so entstünde neuer Wohnraum.
Quelle: Abgeordnetenhaus, Schriftliche Anfrage 19/24689 · Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
„Spekulativer Leerstand ist nicht die Ursache der aktuellen Wohnungsnot."
„Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach städtischem Wohnraum wäre es für die Politik entscheidend, den Fokus stärker auf eine Ausweitung des Angebots zu legen."
„Beim Bauüberhang finden sich keine Hinweise auf langjährig verzögerte oder durch Spekulation betroffene Bauvorhaben."
Konsequenter Vollzug im Einzelfall. Neubau im großen Maßstab.
Wer Leerstandsaktivierung als Lösung der Wohnungsnot verkauft, lenkt vom eigentlichen Problem ab: zu wenige Genehmigungen, zu wenige Fertigstellungen. Beides gehört auf die Tagesordnung — aber nur eines schafft neue Wohnungen.
Der Zensus 2022 zählt jede am Stichtag leere Wohnung — auch zwischen zwei Mietverträgen oder während der Sanierung. Diese Zahlen beziffern also nicht das Ausmaß an Geisterhäusern (siehe Einordnung). Die Berichte zum Zweckentfremdungsverbot zeigen, was die Bezirksämter daraus machen.
Verfahren nach dem Zweckentfremdungsverbot — nur Bezirke mit veröffentlichten Zahlen.
Wohnungen, die nach Verfahren der Bezirksämter wieder bewohnt werden.
Quellen: Zensus 2022 (Statistisches Bundesamt / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) und Berichte der Bezirksämter zum Zweckentfremdungsverbot. Nicht alle Bezirke veröffentlichen vergleichbare Zahlen. Alle Werte mit Quellenangabe in der Datenbank.