Worum es geht.
Das Eckhaus Nogatstraße 1 / Kirchhofstraße 14-15 im Körner-/Richardkiez (Neukölln) gilt seit mindestens 2020 als eine der bekanntesten Berliner "Schrottimmobilien". Presseberichte (Tagesspiegel, taz) dokumentieren Müll, Ungeziefer, Überbelegung und mutmaßlich illegale Geschäfte im Haus bei gleichzeitig überteuerter Vermietung insbesondere an rumänische Familien. Als Eigentümer wird der frühere CDU-Funktionär Thilo Peter (bis 2020 Vorstand CDU Charlottenburg-Nord, danach zurückgetreten) zusammen mit seinem Bruder genannt; das Bezirksamt Neukölln erklärte den Umgang mit Schrottimmobilien zur "Chefsache", ist als Behörde gegenüber dem Privateigentümer aber auf die Durchsetzung gesetzlicher Mindeststandards beschränkt. Ein Artikel des Berliner Mietervereins vom Januar 2025 ("Nogatstraße 1 – Kündigungswelle im Schrotthaus") deutet darauf hin, dass die Problematik bis mindestens 2025 fortbestand.
Was das Bezirksamt tut.
Bezirksamt Neukölln erklärte Schrottimmobilien 2021/2022 zur "Chefsache" (siehe Pressemitteilung des Bezirksamts); als Behörde bei Privateigentum aber nur eingeschränkte Eingriffsmöglichkeiten (Durchsetzung von Bau-, Ordnungs- und Hygienevorschriften). Konkrete Zweckentfremdungsverfahren oder Einsetzung eines Treuhänders für dieses spezifische Objekt sind in den gesichteten Quellen nicht belegt.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft