Worum es geht.
Die 1974 von einem deutsch-irakischen Architektenkollektiv unter Leitung von Horst Bauer errichtete Botschaftsresidenz des Irak wurde nach dem Zweiten Golfkrieg 1991 vollständig aufgegeben und steht seither leer. Seit über 30 Jahren ist das Gebäude Ziel von Vandalismus, Graffiti und Metalldiebstahl; ein Brand zerstörte Teile der Innenausstattung. Das Grundstück gehört der Bundesrepublik Deutschland (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), im Grundbuch ist jedoch ein unbefristetes und unentgeltliches Nutzungsrecht für die Republik Irak eingetragen, was Sanierung oder anderweitige Nutzung blockiert. Der irakische Botschafter äußerte den Wunsch, das Gebäude als Kulturzentrum zu nutzen und holte dafür eine Genehmigung des Auswärtigen Amts ein, laut verfügbaren Quellen (Stand 2023) geschah vor Ort jedoch nichts.
Was das Bezirksamt tut.
Keine dokumentierten Sanierungs- oder Zwangsmaßnahmen von Bezirksamt Pankow oder Bund bekannt. Auswärtiges Amt erteilte laut Berichten eine Nutzungsgenehmigung für ein geplantes irakisches Kulturzentrum, bislang (Stand 2023) ohne Umsetzung. Da es sich um diplomatisches Nutzungsrecht handelt, keine klassischen Instrumente wie Zweckentfremdungsverfahren oder Treuhänder anwendbar.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft