Worum es geht.
Das seit 1992 leerstehende, stark verfallene Einfamilienhaus (1930er-Jahre-Bau, Dach provisorisch gesichert, bröckelnde Fassade, einsturzgefährdeter Eingang) stand auf einem Grundstück, das Teil des Bebauungsplans 7-98 VE für die Grundstücke Lichtenrader Damm 227, 229/241 und 243/251 wurde. Investor Bonava hat das rund 6.000 m² große Areal erworben und errichtet dort das Wohnquartier "Lichtenrader Bogen" mit 79 Eigentumswohnungen und 2 Gewerbeeinheiten sowie 55 Mietwohnungen für die degewo. Die baureifmachenden Maßnahmen (inkl. Abriss der Bestandsgebäude) sind abgeschlossen; seit Dezember 2025 läuft die Hochbauphase, im Juli 2026 ist die Baustelle mit Baukran und sichtbarem Rohbaufortschritt aktiv. Das Geisterhaus existiert damit nicht mehr; erste Bezüge werden für Mitte 2027, die Gesamtfertigstellung für Ende 2028 erwartet.
Was das Bezirksamt tut.
Kein Zweckentfremdungsverfahren o.ä. dokumentiert. Stattdessen regulärer Planungsweg: Bebauungsplan 7-98 VE (vorhabenbezogen) 2019 öffentlich vorgestellt/ausgelegt; Grundstücksverkauf an Investor Bonava, der das Areal seit Ende 2025 bebaut (Hochbauphase seit Dezember 2025, Verkaufsstart 1. Bauabschnitt im Juni, weitgehend verkauft; degewo übernimmt 55 Mietwohnungen der neuen Anlage). Ergebnis: Neubau mit 79 Eigentums- und 55 Mietwohnungen ersetzt den Altbau.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft