Worum es geht.
In dem 1980er-Jahre-Gebäudekomplex "Rix" in der Donaustraße 68-70b in Neukölln (Rixdorf) stehen 36 von 40 öffentlich geförderten Wohnungen leer, nur zwei sind vermietet, vier weitere wurden 2022-2024 veräußert. Die Wohnungen unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung bis zum 31. Dezember 2027, wurden vom Eigentümer/Bauträger Ziegert nach Sanierung jedoch faktisch als hochpreisige Eigentumswohnungen vermarktet statt an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins vermietet. Das Bezirksamt Neukölln hat ordnungsrechtliche Verfahren wegen Zweckentfremdung eingeleitet und Geldleistungsbescheide in Vorbereitung; laut Senat läuft zudem ein Gerichtsverfahren der Investitionsbank Berlin wegen Verletzung von Mitwirkungspflichten. Grünen-Politikerin Katrin Schmidberger wirft dem Eigentümer vor, gezielt auf Zeit bis zum Auslaufen der Bindung 2027 zu spielen.
Was das Bezirksamt tut.
Bezirksamt Neukölln hat ordnungsrechtliche Verfahren wegen Zweckentfremdung eingeleitet, Geldleistungsbescheide sind in Vorbereitung; Investitionsbank Berlin hat laut Senat ein Gerichtsverfahren wegen Verletzung von Mitwirkungspflichten angestrengt. Konkrete Bußgelder waren zum Stand der Berichterstattung (Januar 2026) noch nicht festgesetzt.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft