TEILLEERSTANDMitte · Habersaathstraße 40-48, 10115 Berlin

Habersaathstraße 40-48 (Block, u.a. Nr. 46)

106
Wohnungen betroffen — laut Quellenlage

Leerstand seit: 2017/2020 (spekulativer Leerstand, verschärft ab 2020; Teilbesetzung ab Dezember 2021; Teilräumung Oktober 2025)

Worum es geht.

Das ehemalige Schwesternwohnheim der Charité (Baujahr 1983, ca. 106 Wohnungen) wurde 2006 vom Land Berlin privatisiert und 2017 für rund 22 Millionen Euro an die Arcadia Estates Habersaathstraße 40-48 GmbH (Andreas Piechotta) verkauft. Nach jahrelangem spekulativem Leerstand, einer Besetzung durch Wohnungslose Ende 2021 und einem Zweckentfremdungs-/Räumungsstreit erteilte der Bezirk Mitte 2024 eine Abrissgenehmigung mit der Auflage, Ersatzwohnungen im Neubau (91 Wohnungen geplant) zu vergünstigten Mieten (zunächst 7,92 Euro/qm für Alt-Mietparteien, später 11,50-16,50 Euro/qm für den regulären Neubau) bereitzustellen. Am 20. Oktober 2025 räumte die Polizei mit rund 130 Einsatzkräften zwölf noch besetzte bzw. vertragslose Wohnungen; der Komplex ist seither teils leer, teils beschädigt/verwüstet, der schrittweise Abriss bei laufendem Neubau ist im Gange, weitere Räumungen waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung angekündigt.

Was das Bezirksamt tut.

Bezirksamt Mitte genehmigte 2024 den Abriss unter Auflage von Ersatzwohnungen im Neubau zu vergünstigten Mieten (Vereinbarung Bezirk-Eigentümer, teils als "Papageienplatte"-Deal bezeichnet); polizeiliche Räumung von 12 Wohnungen am 20.10.2025 zur Durchsetzung von Räumungstiteln; geplanter schrittweiser Abriss der fünf Gebäudeteile parallel zum Neubau (91 Wohnungen plus Tiefgarage geplant).

Quellen & Belege.

Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.

Verlässlichkeit dieser Angaben

Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.

Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.

Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft

Wo es steht.