VERWAHRLOSTReinickendorf · Oranienburger Chaussee 45, Ecke Schönfließer Straße, 13465 Berlin-Frohnau

Ehemaliges Restaurant/Hotel "Entenkeller"

Zahl der Wohneinheiten nicht öffentlich belegt

Leerstand seit: 2006 (Betriebsaufgabe), verstärkter Verfall/Verwahrlosung seit Zwangsversteigerung 2013 und Dachstuhlbrand 2020

Worum es geht.

Das 1924-1926 vom Architekten Franz Vogt errichtete, denkmalgeschützte Ausflugsrestaurant "Entenkeller" (Teil der Gesamtanlage Waldsiedlung Frohnau, Denkmal-Nr. 09012200, zusätzlich Erhaltungsverordnung von 1997) steht seit der Betriebsaufgabe 2006 leer und verfällt zusehends. Nach einer Zwangsversteigerung 2013 übernahm ein privater Eigentümer das Haus; Sanierungsversuche scheiterten bislang, ein Bauantrag von etwa 2016 kam mangels Unterlagen nicht zustande. Nach einem bereits nur notdürftig reparierten Dachstuhlbrand 2020 stand das Gebäude am 1. Februar 2026 erneut in Flammen (rund 80 m² Dachfläche), die Polizei vermutet Brandstiftung, da das Haus keinen Stromanschluss mehr hat; das Landeskriminalamt ermittelt. Das Bezirksamt Reinickendorf konnte sich mit den privaten Eigentümern bislang nicht auf eine denkmalverträgliche Lösung einigen, der Frohnauer Bürgerverein fordert strengen Erhalt und eine gartenstadtverträgliche Nutzung.

Was das Bezirksamt tut.

Kein Nachweis eines förmlichen Zweckentfremdungsverfahrens oder Treuhänder-/Ersatzvornahme-Verfahrens in den ausgewerteten Quellen. Laut Berliner Woche befand sich das Bezirksamt (Stadträtin Konrinna Stephan) in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Eigentümer über einen Bauantrag (offene Punkte: Barrierefreiheit, Brandschutz), ohne dass bislang eine Baugenehmigung erteilt wurde. Nach dem Brand 2026 bestätigt der Berliner Kurier, dass sich Bezirksamt und private Eigentümer bislang nicht auf eine Lösung einigen konnten; der Bauzaun weist Lücken auf, das Gebäude ist unzureichend gesichert.

Quellen & Belege.

Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.

Verlässlichkeit dieser Angaben

Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.

Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.

Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft

Wo es steht.