Worum es geht.
Die ehemalige Villa an der Ecke Gardeschützenweg/Hindenburgdamm in Berlin-Lichterfelde steht seit rund 20 Jahren leer und ist stark verwahrlost: bröckelnde Fassade, beschädigtes Dach, eingeschlagene Fenster und zerstörte Sanitäranlagen im Inneren. Das Gebäude umfasst 11 Wohnungen; als Eigentümer wird in Presseberichten (Tagesspiegel, Mai 2022) ein "Santosh A." genannt, ein pensionierter Arzt mit rund einem Dutzend weiterer Immobilien in Berlin. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verhängte wiederholt Bußgelder wegen Zweckentfremdung und bemüht sich seit 2018/2019 um die Einsetzung eines Treuhänders zur Sanierung, was jedoch laut BVV-Dokumenten bis mindestens November 2023 nicht vorangekommen ist.
Was das Bezirksamt tut.
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verhängte mehrfach Bußgelder wegen Zweckentfremdung (laut Presse zwischen 10.000 und 30.000 Euro, je nach Quelle unterschiedlich beziffert), die der Eigentümer laut Berliner Woche (2017) "anstandslos" beglich, ohne dass es zu Sanierung führte. Seit 2018/2019 verfolgt der Bezirk das Ziel, erstmals nach dem novellierten Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (Novelle April 2021) einen Treuhänder einzusetzen, um die 11 leerstehenden Wohnungen instand zu setzen und zu vermieten – ein bundesweit erst einmal (in Hamburg) angewandtes Verfahren. Laut Presseerklärungen der Linksfraktion in der BVV Steglitz-Zehlendorf (Januar 2021 und November 2023) kommt die Treuhänder-Bestellung jedoch nicht voran; der Bezirk beklagt fehlendes Personal/Know-how und rechtliche Hürden. Ein Gutachten zum Bauzustand wurde in Auftrag gegeben (laut Stadtrand-Nachrichten, undatiert/neuere Meldung). Stand November 2023 war weiterhin kein Durchbruch erzielt, das Haus dient teils Obdachlosen als Notunterkunft.
Quellen & Belege.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen — Presse, BVV-Drucksachen und Rechercheprojekten. Alles nachlesbar.
Verlässlichkeit dieser Angaben
Die Recherche stützt sich ausschließlich auf die oben verlinkten Quellen. Eigentümer-Angaben werden nur übernommen, wenn sie dort öffentlich benannt sind.
Zur Einordnung: Dieser Tracker dokumentiert belegte Einzelfälle — er ist keine Hochrechnung auf den Berliner Wohnungsmarkt. Der Zensus-Leerstand liegt in Berlin mit 1,97 % unter der als gesund geltenden Fluktuationsreserve von 2–3 %; für die Wohnungsknappheit ist der fehlende Neubau der entscheidende Faktor. Mehr in der Einordnung.
Konfidenz: hoch · unabhängig gegengeprüft